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Tagebuch 05


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*namen zum teil geändert

 

donnerstag, 29. dezember 2005

'gratuliere! weihnachten überlebt!' las ich heute irgendwo. ja, genau so fühle ich mich regelmässig in diesen tagen nach weihnachten! jetzt geniesse ich für eine kurze weile das alleinesein, bis m* kommt und wir zusammen ins solbad fahren werden. zur zeit haben wir uns mehr raum und zeit ganz alleine und 'alleine zu zweit' verordnet, da sich in der letzten tagen einfach zu viel hektik und stress eingeschlichen haben und wir beide ziemlich erschöpft waren. 

das zusammensein mit den kindern ist immer sehr fordernd (wem sag ich das!). drum ist dann fast immer, wenn die kinder einmal nicht da sind, eine krise vorprogrammiert, eine art loch, ein erschöpfungszustand, den es auszuhalten und zu wandeln gilt. wir haben in den langsam-gang geschaltet. das langsame leben gestern auf einem langen spaziergang an der aare zelebriert. ein wunderschöner winterspaziergang, ein gemeinsames feuer am wasser. an der aare finden wir wunderbare holzskulpturen, von wasser, sand und steinen, wind und wetter geformt... wie kinder haben wir uns gefreut an diesen schätzen!... 

gute gespräche und ein guter kinoabend haben uns gestern einander wieder näher gebracht.... eine beziehung ist nicht einfach, sie wir gebaut, ist arbeit, ist intensives reiben und eben auch oft sehr schmerzhaftes aneinander prallen.

wandeln ist mein zauberwort: ende jahr, anfang jahr, jeden tag... altes loslassen (wie schwierig), sich für neues auftun (auch nicht so leicht!)... und oft hat es ja auch nur mit dem einnehmen einer neuen ungewohnten sichtweise zu tun, wie sich unser leben anfühlt? (siehe bilder: kamel oder taube oder.......?)

 

donnerstag, 22. dezember 2005

der countdown läuft... ich habe, nach wie vor äusserst ambivalente gefühle in mir, wenn ich an weihnachten denke! zum einen spüre ich - wie vielleicht ganz viele menschen mit mir? - eine art trauer, oder eher sehnsucht nach einem stück verlorenen kinderparadies, welches dieses warten, diese freude, den geschmückten baum, all die schön eingepackten geschenke einschloss... als ich gestern mit meiner freundin melissa* durch die läden berns und über den weihnachtsmarkt schlenderte, kam diese sehnsucht ganz nahe an mich heran. ganz nachvollziehbar...

aber eben, die kehrseite der medaille, diese kommerz- und konsumwelt, dieses 'erwarten' von unerfüllbarem macht mich dann jeweils ganz konfus. dieses stricken an illusionen... und da ist dann auch meine trauer, dass weihnachten, die geweihte nacht, die rauhen nächte eben aus ihrem zusammenhang gerissen worden sind, die der wendepunkt der sonnne einst gemeint hat! und dann merke ich eben auch, dass ich nicht so recht im jetzt bin, nicht einfach den simplen illusorischen augenblick, die vergängliche alltagsfreude leben oder gar geniessen kann... weil ich eben nur zu gut um die vergänglichkeit weiss, und um die illusion des augenblickes... was mich aber im grunde nicht davon abhalten müsste, im augenblick zu leben?!! die 'chronische ambivalenz' meines lebens!

na ja, daran schaff ich noch. habe nämlich gestern, am ritualfeuer mit den anderen frauen zusammen, genau diesen hader losgelassen und in lebensmut und -freude gewandelt... auch so geschieht heilung! das feuer, die kraft des lichts, aber auch die anwesenheit der nacht, der dunkelsten und längsten nacht des jahres, haben mit dem wissen um die unsichtbare, göttliche welt einmal mehr eine starke sehnsucht nach dieser andere wirklichkeit berührt und erfüllt. dieses gefühl im ritual, dieses gefühl von ganz sein und am richtigen ort sein... so stark!

ich lese regelmässig das internet-tagebuch von luisa francia, einer frau, für die das wandeln der wirklichkeit und das leben in beiden wirklichkeiten alltag ist... neulich haben mich ihre gedanken zur dunkelheit sehr tief berührt. ich zitiere:

luisa in münchen - 18.12.2005

dunkelheit ist der grösste teil der wirklichkeit
wir schämen uns für das verborgene
doch es ist ein wesentlicher teil von uns
das universum ist dunkel
der grösste teil von allem was uns umgibt
liegt im dunkeln

mit dem verborgenen im frieden
mit dem dunklen vertraut
in der nacht zuhause
mit dem eigenen zorn versöhnt
wächst kraft
der dunkle spiegel
ist der spiegel der wahrhaftigkeit
in der dunkelheit geborgen
eins mit allem
entsteht heiterkeit

(quelle: luisa francia, www.salamandra.de/tagebuch/start.php)

 

sonntag, 18. dezember 2005

uiuiui... jetzt habe ich grad gemerkt, dass ich den letzten eintrag noch gar nicht aufs internet hochgeladen hatte... sorry... 

ich war - oder bins eigentlich noch immer - krank. erkältet. seit mittwochabend... so das übliche: unwohlsein. schwere glieder. dann fieber, halsweh, ohrenweh, und schliesslich schnupfen und husten... drum konnte ich auch nicht arbeiten und musste loslassen. dieses mühsame schlechte gewissen, weil ich es doch so hasse, wenn andere wegen mir umstände haben und sich umorganisieren müssen. na ja, ich habe das beste aus der rekonvaleszenzzeit gemacht, will heissen: den widerstand aufgeben und tee trinken, im bett liegen, LESEN!, schlafen, dvd schauen... 

heute war ich zum ersten mal draussen. im wald. ich habe mich mental auf das frauenritual vom nächsten mittwochabend vorbereitet: wir werden ein wandlungsfeuer entzünden, wo wir altlasten verbrennen werden (also symbolisch altes loslassen und es dem feuer zur wandlung überlassen). ich freue mich auf diesen akt des loslassens....

 

montag, 12. dezember 2005

endlich ist das schneckenhaus, das ich aus lars' ton für sein grab modelliert habe, glasiert. 

feuerrot, die farbe von liebe und leid. so wird es nun wohl eine art sonnwende-geschenk für lars' gärtlein, wie ich sein grab nenne, werden! am freitagabend habe ich nämlich mit m* den brennofen gefüllt. wir liessen ganz bewusst noch eine nische für ihn, diesen 'schnägg', den ich vor monaten aus lars' ton geformt habe. lars liebte diesen ton und hat damit an unserem letzten gemeinsamen (mon)tag bei mir damit gepflotscht. und er liebte auch - wie ich - die schneckenhäuser und ich glaube dieser 'tonschnägg' gefällt ihm sehr!

während ich mit m* am abschliessen einer auftragsarbeit aus ton war, haben janus* und sein schulkamerad a* geschirr modelliert. wie wir so zu viert in der werkstatt waren, überkam mich eine tiefe sehnsucht nach lars, der auch so gerne 'glättelet' (= mit ton (=lätt) gearbeitet) hat. aber ich habe es auch sehr genossen, mit den drei männern zu werken. ist halt eben oft beides, schön und traurig, dieses sein als patchworkfamilie!

tja, meine dritte adventszeit ohne lars. schon bald ist er so lange gestorben, wie er gelebt hat. bald wird mein kleiner grossneffe, der ein paar wochen vor lars' tod geboren wurde, so alt sein wie mein sohn es damals war... manchmal kommt mir das fortschreiten der zeit so abstrakt und verrückt vor, das leben hier in der materie so unglaublich, dass ich mich einmal mehr frage, wozu wir hier sind, wozu ich hier bin. das geniessen, die vorfreude, die lebensfreude... all das sind so sekundengeschenke, so flashs im vergleich zur ewigkeit, zum universum... und doch bemühe ich mich, hier möglichst ein gutes sinnerfülltes leben zu leben... auch das: irgendwie ein verrücktes ansinnen! das leben, ob es für mich je wieder wirklich schön wird, so vom grundgefühl her, meine ich? klar gibt es sie, die schönen momente, aber dennoch ist da so eine sinnleere... noch immer... 

 

mittwoch, 30. november 2005

hätte mir vor zwei jahren jemand gesagt, dass ich mal wieder weihnachtsvorfreude mit kindern teilen könnte, hätte ich wohl bitter gelacht und mir nicht vorstellen können, wie schön und lustvoll es sein kann, mit einem jungen wie janus* meine wohnzimmerfenster mit wintersujets zu bemalen! :-) 

auch dass ich einst mal wieder für mir liebgewordene kids einen adventskalender basteln würde, hätte ich damals nicht für möglich gehalten! 

und doch: ausgerechnet ich weihnachtsrummel-muffelin habe für janus* und sina* - und natürlich auch für m* - einen adventskalender gebastelt! :-) ein aquarell, dass ich in 24 postkartengrosse teile zerschnitten habe. auf die rückseiten habe ich eine fortlaufende geschichte geschrieben. täglich wird ein weiteres teil aus dem vorrat genommen und in einen durchsichtigen postkartenvorhang gesteckt, zusammengesetzt. statt also täglich etwas zu nehmen, wie bei den meisten kalendern, kommt bei meinem werk jeden tag etwas dazu... 

vielleicht kein schlechter vergleich zum leben? all die erlebnisse meines lebens und besonders der letzten zwei/drei jahre: ein puzzle...! das ganze bild sehe ich nicht, noch nicht. aber da ist wieder mehr vertrauen in die göttliche welt, dass es letztlich zum besten zusammensetzbar ist und ein schönes bild geben wird... mein lebensbild!

 

samstag, 26. november 2005

die zeit... sie wetzt mir um die ohren, oder besser, mit büne huber (patent ochsners texter und sänger) gesprochen: "d'zyt isch uf de flucht..."!!! und da wir schon bei patent ochsner sind: das gestrige konzert in der mühle hunziken in rubigen war MEGA!!!! volles haus, super stimmung, gute texte, satte klänge, vielseitiges programm, humor, melancholische abgründe und gute leute!

aber es ist wirklich schon so, in der letzten zeit renne ich der zeit hinterher und sie mir davon. obwohl: es geht mir wieder besser, seit ich mich mehr und mehr mit meinen mustern auseinandersetze und der lebensbejahung bewusst wieder mehr raum zu geben beschlossen habe. so vieles läuft an äusseren aktivitäten, dabei würde die zeitqualität (von winter und neuschnee) zum rückzug einladen und uns auf uns zurück führen wollen. 

neben der arbeit bin ich ständig - so dünkt es mich jedenfalls - mit anderen menschen in kontakt, besuche machen und haben, therapiesitzungen besuchen... 

meine arbeit ist zudem natürlicherweise intensiver geworden, da ich auch immer mehr in die verantwortung hineinwachse und am letzten wochenende einen wirklich recht anstrengenden dienst hatte. 

und doch: ich will gerade auch deshalb immer wieder alleine sein, mit mir, und gut zu mir schauen... und die heilung, die am wirken ist, willkommen heissen... schritt für schritt!

 

montag, 14. november 2005

unser paarwochenende ist vergangenheit. die psi-tage in basel, wo ich den 3. preis für meine kurzgeschichte 'sofias sofasophien' entgegen nehmen durfte, die anschliessende lesung und podiumsdiskussion mit den anderen autorInnen... alles vergangenheit! der besuch des basler herbstmarktes auf dem petersplatz (wo wir unsere freundin salomé* trafen): bereits vergangenheit. ebenso all die begegnungen nachher wieder an der psi-tagung, die übernachtung in einem herzigen hotel in rheinfelden, das solbaden, die kleine wanderung, all die gespräche zu zweit... vorbei. vergänglichkeit, wann endlich kann ich dich bejahen?

und wieder hocke ich in diesem dunklen inneren raum ohne perspektiven: diese sehnsucht nach lars. das hiersein-müssen, auf dieser seite der haaresbreite... trage schwer am vermissen, trage schwer am leben. obwohl ich eine sinnvolle, mutmachende geschichte zu schreiben gewagt habe... uff...

 

dienstag, 8. november 2005

am freitag waren die frauen der frauengruppe bei mir. als wir alle nach dem essen meine höchst aktiven mäuse beobachteten und kommentierten, machte eine freundin eine geniale bemerkung: „wie das wohl ist? wir schauen jetzt den kleinen mäusen zu und kommentieren ihr tun. vielleicht werden wir ja von da oben auch beobachtet und kommentiert!“ big brother? oder die götter und verbündeten der anderen welt! why not! ein spannender gedanke und eben auch immer eine frage des blickwinkels und der relativität!

mein wochenende ging mal wieder viel zu schnell vorüber. m*, janus und ich waren gestern im gürbetal, ihrer alten heimat, wandern. am abend hat m* endlich seinen neuen holzherd in der küche installiert. wie gemütlich das sein wird, wenn wir am abend dann vor dem holzfeuer sitzen können!

aber zuerst kommt ein ganz anderes wochenende! wir zwei hätten gerne mal wieder eine zeit zu zweit gehabt... alles war eingefädelt, als ich von meinem geschichtenwettbewerbs-gewinn erfuhr (siehe unten: 30. oktober)... m* begleitet mich nach basel, wo ich an den psi-tagen den preis entgegen nehmen darf... und dort auch - vor publikum - meine geschichte präsentieren soll... (oooooops!!!). ich habe ganz schön bammel, aber ich will mich nicht wiederholen... bitte drückt mir die daumen! :-) 

 

donnerstag, 3. november 2005

ich bin wieder aufgetaucht... das lied 'echo' (von patent ochsners neuester platte, "liebi, tod & tüüfu") klingt oft in mir und auch in meiner wohnung, weil es so treffend beschreibt, was ich in den letzten tagen durchlebt habe: "mir si so mängisch verreckt & uuferschtande, hei fang so mänge abschtrich gmacht, ganz guet im flüge & schlächt im lande, mir hei viu gschlückt u hei viel glacht - ging chly nes gnuusch, ging chly am höie, si i so mängi sackgass cho, & hei a schwärem müesse chöie, hei üppis gäh & öppis gno..."

ich habe intensiv über den lebenssinn nachgedacht, gegrübelt, geredet... und bin dadurch auch wie neben mich gestanden, um mit abstand zu betrachten, was da ist: vielleicht geht es ja gar nicht unbedingt darum, alle die vielen wunden meines lebens zu heilen? sondern mit ihnen leben zu lernen? mit der unheilbarkeit zu leben wie mit einer narbe! statt immer die allerhöchsten und unerreichbaren ziele anzupeilen, den boden unter meinen füssen zu sehen und mich mit dem alltag - auch wenn er für mich (jedenfalls vom rein existentiellen aspekt her) oft als grosse illusion daherkommt - zu versöhnen? und mich diesem 'immerwiedergleichen & wiederkehrenden' im leben mutig zu stellen... und statt immer nur zu grübeln, mich der fähigkeit des geniessens zu öffnen?!

gestern habe ich nachwuchs bekommen... ähm, ich meine natürlich meine mäuse... drei kleine winzige 'würmlein', nackt und blind, lagen in der mäuseschlafhöhle, die ich durch die terrariumscheibe sehen konnte. ein viertes 'würmlein' haben die klugen mäuse, da es verstorben ist, im sandbad-mäuse-wc deponiert, da ich da regelmässig putze. hoffentlich gehts den kleinen gut, die jetzt in der unsichtbarkeit der höhlen versteckt sind... wie es wohl einer mäusemutter geht, die ein 'kind' verloren hat???

als ich gestern freunde besuchte und mit den zwei buben spielte und lachte, war so viel gegenwärtigkeit in mir. ja, glück ist nicht konservierbar und nur grad im augenblick lebbar. gerade darum bin ich spontan nach dem besuch, obwohl es schon spät war, zu m* gefahren. weil wir beide unregelmässig arbeiten, sehen wir uns recht selten. umso besser hat uns beiden mein überraschungsbesuch getan.

 

sonntag, 30. oktober 2005

mein ringen um den sinn des lebens, um die tiefere bedeutung, um aufgabe, glück und erfüllung deprimiert mich wie schon so oft. sinn-, hoffnungslosigkeit und zukunftsangst hinterlassen in mir ein gefühl von schweben und von freiem fall. keine erdanziehung scheint mich aufzufangen. ein latentes absturzgefühl ist in mir, das ich aber zur zeit erfolgreich unter dem deckel halten kann. ein inneres brodeln. eine unzufriedenheit.

am donnerstag und am freitag war ich auf dem friedhof, am donnerstag dann auch an der zulg, meinem und lars' lieblingsfluss, den wir unzählige male erforscht und erlebt haben. die tränen waren nahe und durften fliessen. 

den donnerstagabend und den freitag habe ich mit m* verbracht, aber nach zwölf tagen 'abstinenz' war für mich die zeit zu kurz, um wirklich beieinander anzukommen, denn am abend musste ich schon wieder gehen: ein intensives wochenende stand mir bevor.

etwas mehr als vierundzwanzig stunden habe ich mit lieben menschen verbracht, die mit mir vor zwei jahren das trauerseminar von jorgos canacakis besucht haben, weil ihr kind oder ihre kinder verstorben sind. es waren gute stunden, aber ich war die einzige, der es nicht vergönnt ist, ein nachfolgendes oder ein geschwisterkind durchs leben begleiten zu dürfen. die trauer und das vermissen von lars waren dadurch wieder ganz stark in mir. und einmal mehr wurde mir bewusst, wie sehr lars mir zu mehr lebenssinn verholfen hat. beim ausdrucksmalen gestern abend spürte ich, wie viel schmerz noch da ist, wie viele ungeweinte tränen...

als ich nach hause kam, wartete ein brief auf mich. ich habe offenbar (kein witz!!!) den dritten preis im kurzgeschichtenwettbewerb der basler psi-tage (zum thema lebenssinn) gewonnen. oooops!!! und muss dazu an die basler psi-tage, die in zwei wochen in basel stattfinden. das wäre unser lange ersehntes paarwochenende gewesen, mal wieder ohne kinder! und ich 'muss' da auf die bühne, um meinen preis entgegen zu nehmen. es bammelt mir jetzt schon!!! obwohl ich mich schon sehr freue, dass denen meine geschichte gefällt... frage mich bloss, was die denn an meiner geschichte (hier klicken) so toll finden?

 

dienstag, 25. oktober 2005

seltsam... ob es mit allerheiligen-allerseelen zu tun hat? seit etwa zehn tagen habe ich laufend erlebnisse mit meinen verstorbenen. zuerst waren es mein vater und meine mutter, die mir in meinen träumen und vortraum-halbwach-phasen begegnet sind. dann war es vor ein paar tagen claudio*, lars' papa. und gestern nun auch lars. 

ich bin es gewohnt, dass ich in der entspannungsphase vor dem einschlafen szenen sehe. da sind menschen, die ich nicht kenne. szenen, die inneren filmen gleichen, träumen ähnlich... doch ich bin dabei noch wach und sehe halb- oder auch ganz bewusst zu. bin dabei eine zuschauerin und sehe meistens dinge und auch orte, die ich gar nicht kenne. ja, ich mag es, dieses 'fernsehen'....

gestern, vor dem einschlafen, hatte ich erneut so ein ‚film’-erlebnis. mit lars. anders, als wenn ich bilder von ihm anschauen würde, anders als die bisherigen erinnerungen durch gedanken, sah ich ihn so, als würde er leben. so wie er halt damals, als er hier lebte, war. als würde ich ihm zuschauen. es waren reale szenen, die ich erlebt hatte. weiss zwar nicht mehr konkret, was es gewesen war, aber ich sah seine kleider. seine geliebte blaue faserpelzjacke und die roten trainerhösli... er hat mich angelacht. hat gespielt. war ganz munter. 

das zuschauen machte mich traurig und froh zugleich. es war ein unbeschreiblich zärtliches gefühl in mir, wie eine berührung irgendwie. wie ein gruss von ihm. aber halt doch nicht 'berührbar', nicht wirklich. und doch wirklich. ich musste weinen und genoss es zugleich, ihm zuzuschauen. dankbar schlief ich dann irgendwann ein. 

schon lange war ich nicht mehr auf dem friedhof. ich möchte diese woche gehen und den neu gestalteten text am kreuzlein aufhängen. (hier klicken zum 'grab-text'.)

 

montag, 24. oktober 05

arbeit: befriedigend, anstrengend, ermüdend, energieaufwändig, lustig, spannend, intensiv, neue erfahrungen ermöglichend... 

und nun bin ich einfach soooo müde! die beiden pikett-dienste haben mich ziemlich angestrengt: wieder arbeiten zu können, braucht eben übung: zeit, geduld, training... was früher für mich so selbstverständlich war, hat sich durch lars' tod verändert, meine belastbarkeit zum beispiel. so vieles ist anders. werde ich von neuen kollegInnen gefragt, ob ich (auch) kinder habe, wäge ich ab: sicher sage ich ja. aber dann? wie weiter? wieviel? wie wenig? wem erzähle ich mehr? ich will weder mitleid noch bevorzugung noch schonung... einfach ich sein will ich!

zum thema vogelgrippe las ich neulich einen spannenden provokativen artikel, der mich - ob der aktuelle pressehysterie - nachdenklich gestimmt hat. bitte klicken und lesen! es lohnt sich!

donnerstag, 20. oktober 05

jetzt gehöre ich also auch wieder zu den menschen, die sich ihre freie zeit - heisst für mich zeit mit mir alleine! - freibaggern müssen und deren agenda immer voller und voller wird. eigentlich mag ich das ganz und gar nicht und ich übe mich im nein-sagen, wenn ich zeit für mich brauche. auch wenn es heisst, dass ich m*, weil ich am wochenende arbeiten werde, erst nächste woche wieder sehe. tja. 

das letzte so wunderbare wochenende haben wir wieder in der hütte verbracht, vier erwachsene und drei 'giele'. intensiv und auch ziemlich anstrengend war unser freitag: spielen und tollen und holzen mit den jungs! 

umso mehr genossen m* und ich den samstag, wo wir 'kinderfrei' hatten und auf einer wunderbaren wanderung über einen grat die naturschönheit des oberlandes tanken konnten.

meine neue arbeitsstelle macht mir nach wie vor freude und ich beginne, diesen neuen/alten teil wieder in mein leben zu integrieren! 

gestern half ich, da ich frei hatte, meinem bruder, seiner frau und ihrer tochter ihre alte wohnung zu putzen, da sie endlich den umzug in den neurenovierten west-hausteil geschafft hatten. war das - trotz der intensiven arbeit - schön, sich zuzuhören, zu erzählen und zusammen zu sein!!!!

und doch habe ich in meinem leben, obwohl doch äusserlich alles auf 'gut' steht, diese innere sehnsucht und leere, dieses vermissen oft wieder so stark. gestern, in der alten wohnung, die ich ja oft mit lars besucht und auch mal paar wochen mit ihm da gewohnt hatte, kamen viele erinnerungen hoch. die sehnsucht danach, lars riechen zu können, war soooo gross. weil ich seinen geruch nicht 'abrufen' konnte, wurde ich traurig und bekam angst, ihn - und überhaupt meinen sohn lars - eines tages nicht mehr erinnern zu können ... ob es da anderen eltern, deren kind starb, auch so geht? ich will lars nicht vergessen, nie! 

auch hier: eine gratwanderung! zum einen der wunsch, vorwärts zu gehen, zum anderen eben auch die unstillbare sehnsucht nach dem, was nie mehr sein wird....

 

dienstag, 11. oktober 05

indian summer! wie ich es geniesse, dass es nochmals so richtig warm ist! obwohl: wenn ich morgens zur arbeit fahre, ist es schon so kalt, dass ich die handschuhe montieren muss! brrrr! meine einarbeitungszeit im wohnheim ist zwar intensiv und erfordert viel energie, doch meine grundstimmung ist sehr positiv, ich habe freude am umgang mit unseren vier bewohnern und den zwei bewohnerinnen. das betreuungsteam ist zur zeit bunt gemischt, weil das kernteam teilweise in den ferien ist. macht nichts! so lerne ich all die springerinnen und stellvertreterinnen auch grad kennen. alles in allem fühle ich mich wohl.

auch das wochenende stand unter einem sehr guten stern. am samstagabend sind wir spontan wieder in die hütte ins oberland gefahren, diesmal 'en famille'. als wir ankamen, war es schon dunkel. welche sternenpracht, die wir im unterland gar nicht sehen können. welche ruhe! seit langem 'musste' ich an diesem wochenende, und zwar grad mehrmals, vor ergriffenheit und dankbarkeit über das da- und glücklichsein, weinen!

das zusammensein mit m* und den kids war sehr schön und heiter. als dann am sonntag noch ein befreundetes pärchen auf den berg kam, hielt uns nichts mehr: ein wunderschöner aufstieg richtung der seefelder bescherte uns herrliche bergsicht und sonne im überfluss. 

auf dem abstieg beschlossen wir eine abkürzung zu nehmen und traversierten dazu einen steilen wald. ich übertrat mir dabei den linken fuss und knickte darauf auch noch mit dem rechten knie ein. beide stellen schmerzten anschliessend so stark, dass ich wirklich ziemlich 'behindert' im vorwärts kommen war. m* begleitete mich liebevoll, nahm mich manchmal an der hand, und als ich, entkräftet von der anstrengung, einmal fast den hang abrutschte, hielt er mich fest, so dass ich wieder kraft schöpfen konnte. diese grenzerfahrung und das spüren, dass ich mich fallen lassen kann ohne verloren zu gehen, haben mein vertrauen in meinen partner verstärkt. alles in allem war es doch, trotz der erschöpfung nach der anstrengenden wanderung, ein geniales erlebnis. göttinseidank liessen die schmerzen, wieder zuhause, bald nach und seit gestern nachmittag bin ich wieder schmerzfrei. 

ich übe mich darin, weniger im kopf denn im herz, weniger im zukünftigen und im vergangenen denn in der gegenwart zu sein. nicht immer alles auf sinnhaftigkeit zu ergründen, sondern einfach das JETZT wahrzunehmen.

 

montag, 3. oktober 05

diesmal habe ich den hüttentest bestanden, meinte m*. das letzte mal - im april - wurden wir nämlich eingeschneit und ich fror ständig, sodass ich eigentlich damals meinte, dies sei mein erster und letzter hüttenaufenthalt gewesen. weswegen ist auch ziemlich frustriert war! diesmal war ich gewappnet, warm angezogen und genoss das hüttenleben - ohne zu frieren - sehr: das drinhocken und noschen, reden, spielen, sein, da es draussen ziemlich ungemütlich war. bis auf einen kleinen spaziergang ohne schnee-regen, war ich mehr oder weniger drin. es hat unserer beziehung so gut getan, mal wieder nur zu zweit zu sein. nochmals so richtig in der ruhe sein, bevor dann mein neuer arbeitsabschnitt (heute nachmittag) und sein arbeitsalltag (wieder) anfängt!


ein hungriger besucher


es schneite - auf 1400 m.ü.M.!

 

donnerstag, 29. september 05

die schweiz hat uns wieder! gestern, kurz vor mitternacht, sind wir drei wieder in bern gelandet. wie schön es doch war im haut-jura! mir kommts immer so vor, als ob mein naturkraft und herz-akku dort wieder tanken kann! nicht nur die sonne, die wider erwarten und wetterberichte, oft wärmend auf unsere köpfe schien,...

...auch die stimmung sonst, war einfach so gemütlich. lädele in st. claude, das spazieren am bach, das baden und sein am lac de vouglans, zusammen plaudern, kochen, essen, sein: genial! morgen geh ich mit m* noch bis am sonntag in die alphütte ins oberland, bevor dann am montag unser beider berufsalltag (wieder) anfängt. 

ja, ich bin sehr gespannt auf meine neue arbeitsstelle. da sind schon auch kleine leise ängste in mir! aber auch viel vorfreude!

 

samstag, 24. september 05

was für eine schräge woche! am samstag die allzehnjährliche klassenzusammenkunft! hat richtig gut getan, die alten gesichter wieder zu sehen und zu hören, was wir alle inzwischen erlebt haben und wo wir heute stehen und gehen!

und dann hat mich die erkältung doch noch erwischt! na ja... gibts halt einfach hin und wieder... ein montag im bett, bisschen dvd schauen, bisschen schlafen, lesen, teetrinken...

erst am mittwoch bin ich dann fitter, aber 'es' hustet und die nase läuft noch immer... zu besuch bei m*: mit janus* habe ich mein altes hobby, die specksteinschnitzerei, neu belebt. wie schön sich der polierte stein in meiner hand anfühlt. dabei habe ich einmal mehr das gefühl, dass ich auf eine bestimmte art auch so ein stein bin, der geschliffen wird. liebevoll geschliffen wird. aber manchmal tut s halt doch weh, dieses schleifen und loslassen. und am donnerstag morgen ist sie dann auch wieder da: diese trauer um lars, dieses vermissen, diese zukunftsleere, diese perspektivelosigkeit. so stark, dass ich meinen tränen platz machen muss, darf! m*, der bereits - anders als die kinder - ferien hat, fängt mich auf. meine trauer hat raum. und langsam gehts mir wieder besser. 

morgen abend oder montag früh fahre ich mit m* und einer gemeinsamen freundin zu salomé* nach frankreich. ich freue mich so fest, sie wieder zu sehen. ostern war unser letzter besuch. 

 

samstag, 17. september 05

das leben meint es gut mit mir! ich habe endlich eine arbeitsstelle gefunden: ich werde ab anfang oktober in der betreuung geistig behinderter erwachsener arbeiten, ein 60%-pensum. ich freue mich auf die herausforderung, auf die arbeit mit den klienten und auch auf das team. bin gespannt, wie es mir nach solanger zeit 'tut', wieder berufstätig zu sein.

gestern haben wir sinas*(16) eintritt in die erwachsenenwelt gefeiert. mit m*, r*, ihrer gotte und freunden haben wir ein lässiges fest mit film und bar und kebab-partyservice veranstaltet. die stimmung war sehr gemütlich und ich staune, wie wohl ich mich mit m's* freunden und freundinnen fühle. und dass ich mich mit sinas* und janus'* mutter so gut verstehe! ein geschenk! es läuft so viel gutes zur zeit und ich bin irgendwie ganz atemlos... bisschen ruhelos... aber das darf einfach sein. das leben - ich will es einfach immer grad so nehmen, wie es ist und kommt. auch wenn es mir jetzt schon wieder zu kalt ist! brrrrr! noch 10 grad!!!!

 

samstag, 10. september 05

gestern sind sie eingezogen, meine vier neuen untermieter! dass sich eine erwachsene frau über solche kleine gesellen so sehr freuen kann?!!! :-) und sich über mäuse-namen den kopf zerbricht?!!! 

als ich gestern mit janus* ins terrarium staunte (wie fernsehen, nur viiiiel spannender!), hatte ich einen starken sehnsuchtsimpuls: wie hätte lars freude gehabt an diesen herzigen viechlis?!!!! habe dann so gedacht, dass er vielleicht, von dort, wo er ist, mitgemischelt hat, dass ich m* und seine familie kennenlerne? nicht als 'ersatz', sondern als neuanfang! ich hoffe, einfach, dass ich die geschenke meines lebens annehmen und wertschätzen kann...

 

mittwoch, 7. september 05

bald hab ich wieder eine tier-wg! ich freue mich auf meine rennmäuse, die ich von janus* bekommen werde. ich spüre das kind in mir, wenn ich mein aquarium, das mir ein kollege gratis überlassen hat, putze und den gewohnheiten der rennmäuse entsprechend einrichte. als kind hatten wir immer tiere und irgendwie merke ich, dass es mir einfach gut tut. 

in der allerersten zeit nach dem umzug habe ich meinen kater lio extrem vermisst, den ich in aa. einer nachbarin überlassen habe. es war eine harte entscheidung, da lio mir in so vielen traurigen stunden beistand geleistet hat und mich mit seiner eigenwilligen und doch lieben art aufgeheitert hat. ihn zurücklassen, schien mir ein bisschen wie verrat oder undankbarkeit ihm gegenüber zu sein.  aber letztlich habe ich für ihn entschieden, da ein umzug für katzen oft total schwierig ist. auch sind das quartier und haus wirklich ideal für ihn, er kennt alle leute und wird bestimmt wunderbar betreut! und doch war da grosse trauer, wieder loslassen, abschied... 

ja, der umzug nach bern ist für mich wirklich einschneidend, ein neuer anfang. auf ganz vielen ebenen. zum beispiel in bezug auf meine alltagsgestaltung. im moment bin ich wirklich aktiv auf arbeitssuche und hoffe, dass ich bald an dieser stelle gute neuigkeiten erzählen kann! mehr sei noch nicht verraten!

dann weise ich hier noch auf eine anfrage zweier lehrlinge hin, die eine projektarbeit zum thema 'trauer' (im zusammenhang mit dem tod von kindern) machen. siehe>links>neuigkeiten> hier klicken.

 

mittwoch, 31. august 05

die wolke, die mich umwölkt hat, ist - ähnlich wie das nass-kalte wetter - weitergezogen. der vergleich mit dem wetter ist da eigentlich sehr passend: da sind immer wieder diese phasen im leben. und niemand wird behaupten, dass der regen 'schlecht' oder unnötig sei?! nur: wie die überschwemmungen überall in der schweiz zeigen, kann es eben auch mal wie 'zuviel' sein. (ich will jetzt nicht auf den 'faktor mensch' eingehen, der mit seinen verbauungen und fluss-begradigungen mitverantwortlich für überflutungen ist....). 

zuviel? zuwenig? wer sitzt gericht darüber, wann genug ist? ich stelle mir immer vor, dass es eine kosmische gerechtigkeit gibt, im sinne von ausgleich. wenn ein kind im sandkasten ein loch buddelt, entspricht die höhe des berges mit dem ausgebuddelten sand daneben, vom volumen her, der tiefe des loches... ob nun der berg oder das tal schlecht oder gut sind, ist eine müssige frage. ebenso, ob jetzt der berg eher breit oder hoch ist und das loch steil oder flach. das ist dann eben 'persönliche geschichte'. 

ja, und diese persönliche geschichte, all die erfahrungen meines leben lähmen zeitweilig. jetzt aber, wo ich wirklich langsam das gefühl habe, hier in bern angekommen zu sein und meine fühler nach einer aufgabe ausstrecke, werde ich auch immer wieder mit meiner sehnsucht nach sinnhaftigkeit hinter allem und jedem konfrontiert und eben auch mit der grundsätzlichen lebenssinnfrage. das hatten wir doch schon, wieder und wieder... henu... dann halt nochmals! 

da beneid ich manchmal m*, der mit seiner lebensbejahung und seiner genussfähigkeit diese fragen so ganz anders stellt und für sich beantwortet, mit einer leichtigkeit, die ich mir so oft ersehne. aber sie steckt mich auch immer wieder an und ich merke, wie wir uns gut tun. und auch seine kinder! am montag hatten wir mal wieder so richtig familylife! m* war stark erkältet und hütete bett und sofa... so widmeten wir uns der wunderbaren aufgabe, zwetschgen und holunder in konfi umzuwandeln... wie ich so stunden liebe! mit janus* habe ich geschnitzt. das projekt heisst essbesteck! es fägt! und wenn sina* über ihren matheaufgaben brütet, bin ich im element! auch wenn wir beide bei den kommastellen immer zweimal nachzählen müssen! J

als ich gestern mit janus* brot buk - aus weizen, den er mit seiner klasse gesät, geerntet und gedroschen hatte! - war ich mal wieder in diesem so wunderbaren jetzt-zustand, wo ich einfach gerne lebe und bin!

 

montag, 22. august 05

noch immer ist diese wolke um mich, die mich so lähmt und mich alles in frage stellen lässt. die mich daran hindert, mich auf die suche nach arbeit und aufgabe zu machen. die mich blockiert. 

am wochenende waren wir in guggisberg am keltenhausfest. das heisst: ich war nur freitag auf samstag dort. das wetter und meine schlechte laune haben mich bewogen, nach hause zu gehen. am abend habe ich (weil m* eh arbeiten musste und nachher an ein fest, wo ich nicht mit wollte, ging) mit einem lieben freund verbracht. der film 'in my fathers den', den wir gemeinsam schauten, war ziemlich heavy und hat mich sehr berührt. die gemeinsame zeit mit david* war bereichernd, aber nachher als er mit m* nochmals nach guggisberg fuhr, war ich froh, alleine sein zu dürfen. dann muss ich nicht immer denken, dass meine laune anderen die gute laune verderben könnte oder, anders gesagt, ich muss nicht rücksicht nehmen, kann sein, wie ich bin.

ja, das konnte ich mit lars sein. könnte ich auch mit all meinen freunden und freundinnen sein. aber eben... es ist manchmal so schwer, so zeiten der perspektivelosigkeit und der mutlosigkeit, der sehnsucht nach lars auch, auszuhalten. es geht ganz klar einmal mehr darum, zu akzeptieren, DASS DAS LEBEN NICHT IDEAL IST, wie salome* mir schon vor ein paar jahren gesagt hat. vielleicht können wir erst dann, wenn wir diese erkenntnis verinnerlicht haben, wirklich gut und glücklich leben? meine hohen ideale und ansprüche an mich und mein leben, sind es, die mich ebenfalls lähmen. aber kann ich sie denn einfach über bord werfen? nein!

aber relativieren kann ich. jedenfalls da, wo es mich dünkt. ohne dabei mir untreu zu werden. eine gratwanderung, die oft so unlebbar scheint.

 

dienstag, 16. august 05

vergangenheit? die wohnung in a. ist abgegeben. gegenwart? die kisten sind ausgepackt. noch hängen die lampen nicht und auch die gestelle sind noch nicht an den wänden, aber alles in allem ist meine wohnung nun richtig gemütlich und wohnlich. mein '3. zimmer' habe ich nun bereits ein bisschen als massagepraxis hergerichtet, will heissen: die massageliege installiert. ich hoffe, dass ich schon bald mit massieren beginnen kann.

die letzten tage waren ein bisschen wie der sturm innen nach dem sturm draussen. nachdem letzte woche janus* (10) bei mir gewohnt hat und wir zu zweit und mit m* und sina* viel erlebt haben, genoss ich - jedenfalls vorerst - den 'leeren' sonntag, den ich mir eingeräumt hatte. aber als ich dann bilder von lars in die finger bekam, als ich eine kiste auspackte, öffnete sich ein abgründiges loch unter und in mir und eine panikartige leere und eine tiefe atemlosigkeit und trauer kamen über mich. hoffnungslosigkeit. vakuum. ein so unglaubliches sehnen und vermissen von lars. nach so vielen wochen intensivsten arbeitens und immer-mit-leuten-seins war das alleinesein schwierig, obwohl ersehnt. als dann salome* anrief, war ich so froh. ich hatte im schmerz drin an sie gedacht, weil sie mir schon so oft im richtigen moment wieder mut machen konnte um weiterzuleben. das gespräch mit ihr hat so gut getan und ich konnte aufatmen. wieder relativieren. nicht verdrängen, aber einfach 'anders hinschauen', den schmerz wieder anders begreifen.

zukunft? ich gebe es ja zu: harry potter ist umstritten. aber ich mag ihn! meinem englisch tuts auf alle fälle gut, wenn ich es mal wieder aktiviere und mich, bis zum erscheinen der deutschen übersetzung (noch etwa sechs wochen!), durch harrys sechstes schuljahr in hogwarts 'pflüge'. J

 

montag, 8. august 05

ich geniesse es, in bern zu sein! heute war ich mit sabine* unterwegs, wir waren an der aare und im zehndermätteli, doch jetzt will ich noch bisschen weiter ausräumen, um dann morgen nicht so ein puff zu haben, wenn janus* drei tage zu mir kommt... mal schauen, was wir alles unternehmen werden. morgen ins kino! ist schon lange versprochen: madagascar! :-)

am samstag haben wir sinas* 16. geburi gefeiert und sind anschliessend alle zu mir nach bern gefahren... zuerst ans strassenmusik-festival und anschliessend haben wir bei mir übernachtet... nach dem späten frühstück haben wir janus* abgeholt, der mit seinem freund zwei wochen mit nach schweden in die ferien fahren durfte. wieviel er zu erzählen hatte! so lässig!

dann bin ich nach hause - alleine, zu mir. so schön, dass ich jetzt so unabhängig bin von m's* zuhause und doch so nahe bin!!! ich habe extrem das bedürfnis, in meinen vier wänden zu sein und diesen platz hier mit anderen zu teilen. aber eben auch für mich zu sein!!!! und ich habe es sehr genossen, mit sabine* zu sein, diese freundschaft wieder mehr zu pflegen, zu plaudern, zu lachen, zu reden. ist eben für mich sooo wichtig. ich fühle mich langsam gelandet, auch weil ich immer mehr eingerichtet bin und heute das erste mal gewaschen habe. ist eben auch wichtig für mich in bezug auf das ankommen: mich mit der infrastruktur vertraut machen und so...

 

dienstag, 2. august 05

wieder zuhause! diesmal in bern. die letzten tage waren derart intensiv, dass die seele noch immer ein bisschen im luftleeren raum baumelt, zeit braucht, um die vielen wechsel zu verarbeiten. der umzugstag - unter dem rückläufigen merkur - forderte uns ein paar mal spontan zum improvisieren und flexibel sein auf. da viele leute, die ich um hilfe gebeten hatte, in den ferien waren, musste ich mit wenigen helfer/innen auskommen. aber wir haben es schliesslich geschafft. und das waren wir auch, als die letzen kisten und möbel und pflanzen in meiner neuen wohnung untergebracht waren.

den samstag nutzte ich einrichtend und ab samstagabend verordnete ich mir einfach eine pause. 'king kora' auf dem thuner mühleplatz (siehe: www.amschluss.ch) haben uns nach afrika entführt und am sonntag war einfach mal nichts tun auf dem programm.

gestern dann habe ich weiter eingerichtet und am abend mit lieben leuten bei m* gemütlich 'gefeiert', nicht aus patriotischen gründen, sondern einfach so.

anschliessend kam m* über nacht zu mir, weil die kinder nicht da waren. schön, dass wir jetzt so nahe wohnen und ich mein zuhause häufiger mit ihm teilen kann als zuvor. und auch meine alten berner freund/inschaften vertiefen und pflegen kann. ich bin am landen hier. in meiner neuen alten heimat.

 

montag, 25. juli 05

wieder zuhause! oder 'noch' zuhause? noch vier mal werde ich in dieser wohnung aufstehen! am freitag ist der umzug... alles geht so schnell! 

doch das ferientime-out hat soooo gut getan! unsere velotour war absolut friedlich, auch das wetter hat mitgespielt! die aare ist ein so wunderbarer fluss und hat uns viele ihrer schönsten plätze offenbart. am letzten abend unserer tour haben wir - statt im zelt - draussen übernachtet und uns vom sternenhimmel behüten lassen.

die abendstimmung am wasser und der aufgehende mond... wir erlebten das glück der einfachheit so intensiv. eigentlich brauchts so wenig, um  glücklich zu sein!

unser letzter lagerplatz, bevor wir das paradies wieder verlassen haben, das janus* (10) am vorabend entdeckt hat: einen nahen bach, der still im wald dahinplätschert...

zurück zuhause lassen wir die seele baumeln... besuche und ein sommerfest stehen auf dem programm, aber ansonsten ist für einmal müssiggang unser begleiter... 

und nun gilts 'ernst'... so viel arbeit wartet, aber eins nach dem anderen werde ich es bis donnerstagabend schaffen, alles an ort und stelle zu verstauen! 

 

freitag, 15. juli 05

intensive tage...! ich verbrachte die letzten tag in einem taumel von abschiednehmen, sprich: bananenkisten füllen, beschriften und im kellervorraum bereitsstellen für den umzug, sowie mit organisieren eines umzugteams und der suche nach einem nachmieter. bis auf eine noch wünschenswerte vergrösserung des umzugteams haben sich alle probleme innert kürzester zeit gelöst. den umzug haben wir auf den 29. juli festgelegt.

so kann ich jetzt getrost in die ferien gehen und mich für zehn tage von meinen leser/innen verabschieden. ich freue mich mittlerweile sehr auf unsere geplante velotour und das zelten und im freien sein. in den letzten tagen war ich halt vorwiegend drinnen, um meine kisten (zumindest etwa die hälfte) zu füllen. wenn ich dann übernächste woche meine letzten tage in a. verbringen werde, wird die zeit gut reichen, um all die administrativen dinge und die restliche packerei zu erledigen. 

es ist so beides in mir: wieder abschiednehmen von einer liebgewordenen umgebung, lieben nachbar/innen und meiner heimatstadt einerseits. andererseits der neuanfang in bern. doch, ja, ich freue mich sehr, denn die stadt ist mir lieb und vertraut. ich habe doch auch schon einige jahre dort verbracht und so ein ziemlich dichtes beziehungsnetz gewebt, das noch immer aktiv ist.

'jedem anfang wohnt ein zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben', sagt hermann hesse in 'stufen'. wie recht er hat! umbrüche setzen in mir ungeahnte energien frei. dass sich so vieles in so kurzer zeit gelöst hat, ist nicht (nur) mein verdienst, ich spüre grosse dankbarheit zur göttlichen welt! besonders zu lars, den ich als engel in meiner nähe wahrnehme!

 

dienstag, 12. juli 05

nach dem heutigen erwachen kam eine welle von erinnern zu mir unter die bettdecke gekrochen. 

vor fünf jahren lag ich um diese zeit in den wehen um kurz vor ein uhr einen gesunden kleinen sohn ins wasser und ins leben zu gebären. lars andreas. wehmut, glückliches erinnern, schmerz und dankbarkeit rangeln beim erinnern in meinem herzen...

vor vier jahren, als lars jährig wurde, wohnten wir bereits in st. und feierten zugleich lars' genesung. eine schwere bronchitis war glücklich überstanden, eine geburtstagstorte vom grosspapa stand auf dem tisch. die zuckerfigürchen interessierten ihn mehr als die torte, doch auch diese nur zum betrachten und spielen, denn ein 'süsser' war er nie... ich erinnere mich, dass lars damals am liebsten gut gepolstert auf dem schaukelpferd hockte. mein geliebter sohn, ich vermisse dich!

vor drei jahren waren wir im alphüttli der schwiegereltern im bündnerland in den ferien. an einem wunderschönen bergsee, den wir auf einer wanderung gefunden hatten, picnicten wir und feierten lars' geburtstag. in jenen ferien hatte er den bündner bergkäse als leibspeise entdeckt, wollte bei jeder mahlzeit käse essen (was ihn zuvor nie interessiert hatte...) wo immer sich gelegenheit bot, gingen wir zusammen draussen auf zwergli-suche. wenn es mal regnete, waren immer der malblock und die farbstifte dabei: "mama, spinnele zeichne..." - "papa, höiwage zeichne..." die bilder hab ich noch... und sehe ihn auf dem fensterbrett hocken und unsere bilder verschönern, in dem er sie mit kreisförmigen gebilden übermalte... schätzu, und auch selber duschen hast du dort 'gelernt'... wie schön es doch mit dir war!

vor zwei jahren dann...! aufgestanden bin ich nichts ahnend. ein normaler samstag, ausser dass es lars' geburtstag war. ich schrieb am morgen bewerbungen, das weiss ich noch genau! er war bis am nachmittag noch bei papa in st. und würde vom späten nachmittag an bei mir sein und mit mir und einer lieben freundin geburtstag feiern. bei mir wie abgemacht vier mamatage verbringen. dass dies sein letzter erdentag sein würde, hatte ich nicht geahnt!... (link zum zeitungsbericht).

vor einem jahr war ich am grab. mit lieben menschen. wir haben geweint und uns getröstet. ich habe aus 'dem kleinen prinzen' vorgelesen... und wir haben danach zusammen znacht gegessen... tröstliches zusammensein, gute freunde und freundinnen, geschwister... 

heute? ich werde nicht aufs grab gehen, weil es zu weit ist. doch schon bald wohne ich wieder ganz nahe! jetzt bin ich bei mir zuhause in a. und sollte kisten packen... ich schaue zurück und merke: viel heilung ist geschehen. dankbarkeit ist da. sie ist auch das erste gefühl, wenn ich an lars denke: ich bin dankbar, dass er da war, dass ich ihn lieben und kennenlernen durfte! erst danach ist da schmerz und vermissen. noch immer. aber nicht mehr gleich. immer wieder ein bisschen anders. erinnern will ich mich immer an ihn, aber nicht mehr immer nur leiden am vermissen. zu wissen, dass er sich wünscht, dass es mir gut geht, ist mir immer wieder trost! die liebe vergeht nie...

 

montag, 11. juli 05

morgen ist lars' jahrestag...  als ich vor drei tagen auf seinem grab war, berührte es mich, zu sehen, dass auch andere menschen immer wieder aufs grab gehen und die eine oder andere 'gabe' hinterlassen. diesmal waren es feuerlilien, welche zu meinen liebsten blumen gehören, die ein lieber mensch gebracht hat. danke!

ansonsten bin ich ziemlich aufgekratzt, weil ich theoretisch in drei wochen bereits meine neue wohnung in b. beziehen kann. davor ist aber noch soviel zu tun! kisten packen zum einen, aber zum anderen eben auch eine/n nachmieter/in suchen, die/der hier ins haus passt. ich hoffe auf eine nahtlosen übergang, damit ich nicht doppelt miete zahlen muss! 

die neue wohnung ist zwar an einer befahrenen strasse, aber sie hat charme und cachet, zudem ist sie ideal aufgeteilt, grossräumig und günstig, ich fühlte mich sofort wohl dort. 

und dann wollen wir ja in einer woche endlich unsere velotour (vier tage) unternehmen... wann soll ich denn bloss packen? 

als ich gestern zu meinem parkierten auto (das ich - wegen eines besuches in ba. -  24h in einem aussenquartier in o. stehengelassen hatte) spazierte und den schlüssel nicht fand, war ich schockiert! ob ich ihn mal wieder stecken gelassen hatte? uff! ob mein auto noch da sein würde? ja! es war da! unter dem scheibenwischer die notiz eines quartierbewohners, der den schlüssel sichergestellt hatt. soooooooo lieb! 

ich habe den spirits gedankt für das hüten meiner materie, ebenso für die bewahrung vor einer busse kurz davor im zug, weil ich - da am natel - vergass ein billett zu lösen! uff, schwarzfahren liegt mir nämlich nicht, aber zum glück kam keine kontrolle! an solchen kleinen grossen zeichen und bewahrungen lerne ich im alltag - auch im materiellen bereich - zu vertrauen! es macht mir mut, auf eine gute umzugslösung zu vertrauen!

 

mittwoch, 6. juli 05

das schon fast herbstlich kühle wetter trägt ebenso zu meiner bleiernen müdigkeit bei wie die häufigen fahrten nach z. zu ronja* ins kinderspital. dazwischen bin ich zuhause, bei m*, auf wohnungssuche (wieder im raum bern) oder zu besuch bei freundInnen. ziemlich rast- und ruhelos, diese zeit... auch haben viele menschen um mich herum ziemlich stress und probleme... das alles beschäftigt mich, zumal ich alles sehr bewusst und emotional auf- und wahrnehme. manchmal habe ich dann nur noch das bedürfnis nach einer art 'sommerschlaf'. lars' jahrestag am 12. juli verschlafen? 

tja, am letzten sonntag war mal wieder so ein tag, wo ich wieder heftigste sehnsucht nach ihm hatte. zum glück habe ich in der beziehung mit m* platz für meine trauer. das gefühl ist noch immer, oder immer wieder mal, sehr ähnlich wie damals vor zwei jahren: so eine art einstürzen, abtauchen in einen luftleeren raum ohne perspektiven, ohne zukunftsideen. dann verdichtet sich das gefühl, dass ich nie mehr wirklich ganz normal belastbar und lebensfähig sein werde. m* meint, und mit ihm auch freundInnen, dass ich eine sehr intensive und 'bewundernswerte' trauerarbeit geleistet hätte. aber in solchen momenten ist davon kaum was fühlbar. nach einigen stunden weinen und reden beschlossen wir, da das wetter es gut mit uns meinte, eine velotour zu machen, einen nahen see aufzusuchen. die steigung bezwingend, fand ich langsam mein inneres gleichgewicht wieder. als wir den see schwimmend überquerten und ich mich mit den elementen verbinden konnte, wurde mein herz wieder freier und leichter. die regelmässigen schwimmzüge wirkten erdend und beruhigend. das will ich mir merken: statt zu 'versinken', mich aufraffen und meinen körper bewegen....

heute abend kann ronja* das spital verlassen. zwar wird sie noch die eine oder andere beeinträchtigung haben, aber immerhin ist sie soweit wiederhergestellt, dass sie ausser den antibiotika keine weiteren medikamente mehr braucht. wir sind alle froh, dass damit wieder ein bisschen mehr alltag möglich wird. auch für melissa* waren die zwei wochen im spital eine gewaltige strapaze und ich bewundere sie für ihre kraft, liebe, geduld und ausdauer!!!!

 

dienstag, 28. juni 05

noch immer so heiss! wann und wo immer möglich spring ich in wasser! auch um mich zu erden, weil halt soviel läuft! ronjas* operation ist zwar gelungen, aber alles ist viel komplizierter, als gehofft verlaufen und sie ist noch immer ziemlich schwach. schmerzmittel und antibiotika helfen ihr die neben- und nachwirkungen sowie die schmerzen zu ertragen. ich war nun schon paarmal da und gestern durfte ich ihr eine heilbehandlung geben. die energie war sehr stark, als ich ihr die hände auflegte, und ich bin nun - nach den paar schwierigen tagen unmittelbar danach - wieder optimistisch, dass sie gut heilen wird. 

am freitagabend war ich mit m* in einer schwitzhütte, was uns beiden sehr gut getan hat. ein timeout aus dem anforderungsreichen alltag! samstags dann gonfi kochen und gemütliches terrassenleben... aber am sonntag gab es kein halten mehr: die aare hat uns immer wieder reingezogen, aber auch wieder ausgespuckt! die kühle, die sie uns allen brachte, war soooooooooo wohltuend und das zusammensein mit grossen und kleinen, feinen leuten so gemütlich. 

 

dienstag, 21. juni 05

sommersonnwende. der längste tag. ja, ich geniesse die wärme, die sonne, aber ich geniesse eben auch die kühlen schatten. 

morgen werde ich den ganzen tag im spital verbringe. ich begleite meine freundin und ihre dreizehnjährige tochter zu den letzten voruntersuchungen, da sie am donnerstag dann eine herzoperation über sich ergehen lassen muss. obwohl es sich um eine sogenannte routine-operation, die notwendig geworden ist, handelt, sind wir alle wie unter strom. risiken gibt es ja immer. da sind ganz klar auch verlustängste.  ich kann mir so gut vorstellen, wie es melissa* zumute ist, die ihre tochter den ärzten und ärztinnen anvertrauen muss.  ich hoffe so sehr, dass alles gut geht und ronja* schon bald wieder fit ist!

mir persönlich geht es nach wie vor stabil. auch wenn ich immer wieder - wohl weil sich lars' tod bald wieder jährt - intensive momente des starken vermissens erlebe. ein sehnen, auf das es keine 'antwort' gibt. aber ich erinnere mich dann daran, wie stark ich immer wieder, seit lars' tod, von ihm her die ermutigung bekam, dass ich gut und glücklich leben soll. 

 

freitag, 17. juni 05

endlich sommer! wie ich die wärme geniesse!!! gestern war ich auf dem erdbeerfeld und habe am abend konfi gekocht. mmmmh, ich liebe es, lebensmittel zu konservieren, brot zu backen, joghurt zu machen... naja, oft bleibts beim wunsch...

das eine buch, das mir m* zum geburtstag geschenkt hat, finde ich sooo genial, dass ich es hier gerne weiter empfehlen möchte. es heisst: LUNA - FRAU UND ZYKLUS. (wunderschöne seidenbilder zum mond- und menszyklus von mary anne imhof und texten von kristin t. schnider; link zur homepage, wo das buch bestellt werden kann: aufs bild klicken!)

 

montag, 13. juni 05

mir gehts sehr gut, obwohl ich seeeeehr müde bin. meinen geburtstag habe ich  mit m* mit einem wunderbaren ausflug ins seeland und auf die seen, notabene bei herrlichem wetter!, gefeiert. am abend gingen wir vier - also noch mit den kids - zusammen essen. es war sehr lustig und gemütlich! am samstag ging das feiern weiter, auch wenn es nicht mir galt... sommerfest im haus der hausgemeinschaft, wo m* wohnt! ich durfte auch leute einladen. wir waren sehr viele menschen, aber dennoch war es sehr familiär und sehr schön gewesen. ich habe seit langem mal wieder 'duregmacht'. bis die vögel pfiffen, bin ich mit ein paar tollen frauen draussen am feuer gesessen und wir haben über alles mögliche geredet. wunderbar. 

das aufräumen zusammen mit den anderen war sehr friedlich und die müdigkeit haben wir mit schwimmen im see und an der sonne hängen vertrieben. jedenfalls ein bisschen... J. so ein fauler tag... auch mal schön!

heute, auf dem heimweg, war ich auf dem friedhof und habe einen trieb - eine junge eiche? -, der sich von alleine in einer der weissen schalen, wo ich die vielen grabschmuck-schneckenhäuschen, -muscheln und dergleichen schätze dekoriert habe, 'verwirklicht' hat, aus der schale genommen und aufs grab geplanzt. ein junges bäumchen, das aus dem grab heraus wächst und mich daran erinnert, dass leben und tod zusammen gehören. ja, ich erlebe das grab von lars immer wieder als sehr belebend, auch wenn das vielleicht ein bisschen absurd tönt.

 

donnerstag, 9. juni 05

schon bald fahr ich los, um mit m* meinen 40. geburi zu feiern... er hat sich freigebaggert und wir werden uns morgen einfach einen schönen tag machen, ins seeland fahren, ins schiff steigen... und am abend gemütlich mit den kindern in einem herzigen beizli feiern. ich freue mich. 

weil ich die bereits im voraus erhaltenen geschenke nicht nach mü. mitnehmen will, habe ich mich erdreistet, sie bereits auszupacken... frau muss schliesslich die feste feiern, wie sie fallen...!?!

eine freundin , die wunderbare frauen- und märchengestalten töpfert, hat mich mit dieser skulptur reich beschenkt... ich bin sehr berührt... 
(zu ihrer homepage > aufs bild klicken!)

das bilderbuch, das mir eine andere freundin geschenkt hat,  "Sternschnüppchen im Land der dunklen Dichte" (von denise weyermann),  ist mal wieder so ein geheimtipp für menschen, die das leben und den tod aus einer übergeordneten perspektive betrachten möchten und können!

sehr tröstlich, berührend und auch wunderbar illustriert!!! (aufs bild klicken!)

mir gehts richtig gut und ich spüre, wie ich zur zeit wieder in einer sehr stabilen phase bin. 

auch wenn ich gerade in den letzten tagen sehr viel an lars gedacht habe. zumal ich auch mit meiner verletzung bei unserer 'alten' ärztin war, die mich damals durch die schwangerschaft begleitet hatte. und in unserem alten wohnort, heute an lars' geburtshaus, vorbeigefahren bin. das hat mich schon sehr bewegt und viele schöne und auch schwierige erinnerungen sind aufgestiegen. immer wieder bemerke ich, dass sie sich anders anfühlen, die erinnerungen. nicht einfach nur schmerz. und auch, wenn sie wehtun: sie habe verschiedene schmerzqualitäten. ich stelle fest, dass jeder 'ausgehaltene, zugelassene schmerz' das nächste mal anders, weniger heftig, ist... doch heute fragte ich mich: wird es wohl immerimmer irgendwie und irgendwo weh tun, wenn ich an lars denke?

ich habe wohl mit schmerzen leben gelernt? als heute meine ärztin die fäden aus meiner 'naht' entfernte, tat es kaum weh. müsste das weh tun? oder sind einfach viele arten von schmerz für mich nicht mehr relevant, seit dem grossen verlustschmerz, als lars gestorben ist? ich weiss es nicht. ich weiss nur, dass ich nicht mehr leiden muss, um mich entwickeln zu können. auch nicht mehr grübeln muss ich. wenn etwas wichtiges in mir drin bearbeitet werden soll, kommt es schon, auch ohne mein dazutun! drum: es darf mir gut gehen!

 

samstag, 4. juni 05

meine naht am bein ist beinahe verheilt. am donnerstag - grad richtig vor meinem geburi - werde ich die fäden entfernen lassen können. ich staune immer wieder über die heilfähigkeit meines körpers. eigentlich geht es mir zur zeit sehr gut, für mich alleine gesehen. aber um mich her sind so viele menschen, die leiden. an zeitmangel, an überlastung, an krankheiten... melissas* tochter wird in knapp drei wochen am herz operiert. ich spüre die spannung und die hoffnung in mir, dass alles gut gehen und das löchlein im herz gut zuwachsen und verheilen wird. wenn ich mir vorstelle, mein kind operieren lassen zu müssen, kommen die gefühle vom verlust, von lars' tod, wieder ganz nahe. 

gerade eben habe ich etwas wunderbares gesehen, als ich auf dem balkon eine zigarette rauchte. ein kleines wunder, ein gruss von lars. dazu muss ich voraus schicken, dass lars tannenbäume, vorallem die kleinen, über alles liebte, sie waren seine liebsten bäume und wir haben unzählige male - meist auf seine initiative - unter kleinen tannen gehockt und unsere heil- oder danklieder gesungen. tannen scheinen für ihn eine verbindung zu 'drüben' gewesen zu sein. und sind es seither auch für mich geworden.

als ich diesen tannenzweig heute sah - die nächste tanne steht in etwa zehn meter abstand zu meinem balkon und hat wohl beim gestrigen sturm einen ast verloren -, festgemacht an einem dicken spinnenfaden, war ich sehr berührt. als ob es 'gemacht', mit den händen so fest gebunden worden wäre! danke lars!

zudem ist die spinne ein tier, das mich seit vielen jahren begleitet, als krafttier gleichsam. faszinierend, wie sich dieses tier sein netz baut, sich jederzeit auf eine neue umgebung einstellen kann, um ihre kraft im inneren weiss. die verbindung nach aussen dennoch lebenswichtig!

auch wenn das sonnenlicht durch mein wohnzimmerfenster glitzert und sich in den glaskristallen bricht, die da hängen, und die für mich auch eine starke verbindung zu lars darstellen, bin ich ihm ganz nahe. das glas ist durchsichtig und sieht ohne licht ganz unspektakulär aus, obwohl es schön geschliffen ist. aber wenn das licht wirkt, bin ich immer wieder sehr glücklich, zu sehen, dass im licht alle farben enthalten sind. die durchsichtigkeit ist nur eine tarnung!

 

dienstag, 31. mai 05

was für ein wunderbares wochenende! angefangen hat es allerdings sehr unerfreulich. um das schöne wetter zu feiern, bin ich am donnerstag mit dem velo losgefahren. habe das rauschen der aare neben mir und die vogelstimmen um mich her in vollen zügen genossen. als ich in einem dorf dann den wald verlassen und eine strasse traversieren musste, war ich in gedanken noch immer ganz verträumt. jaja, ich weiss, kommt ja öfters vor, bei mir.... J. jedenfalls musste ich aprupt aufwachen und mich auf die nahenden autos umstellen, will heissen: voll bremsen! als ich wieder aufsteigen wollte, merkte ich, dass mit meinem linken oberschenkel etwas nicht stimmte! ich blutete! ja, ich hatte eine tiefe und lange fleischwunde, die heftig blutete. von schmerzen bin ich verschont geblieben, wenn ich von der anästhesie-spritze des notfallarztes mal absehe, die zum nähen notwendig war. unvermittelt musste ich meine velotour also abbrechen, die nächste drogerie aufsuchen, mit verarzten lassen, das velo in den zug verladen und von zuhause aus dann mit dem auto zum arzt fahren. erst nachträglich realisierte ich: hätte ich nicht rechtzeitig gebremst, wäre ich unter dem auto gelandet! glück im unglück?!

nicht weitersagen: ich bin trotzdem am samstag mit m* und anderen freunden schwimmen gegangen. hightech sei dank, dass es so wunderbare wasserdichte folien gibt, um wunden abzudecken! aber bei dieser hitze hätte es mehr gebraucht, mich von einem sprung ins kühle nass abzubringen! die wunde verheilt sehr schön, wie meine hausärztin mir heute bestätigt hat, zurückbleiben werden 8 stiche, eine neue narbe... ich habe darüber nachgedacht, wie schön es ist, dass sich mein körper immer so schnell selber heilt, wenn ich etwas habe. ob es meine seele wohl ebenso kann? ich glaube, ja!

das frauenritual im bremgartenwald hat mir sehr spass gemacht. wir haben unsere talente gefeiert und mit einem orakel jeder frau neu mut gemacht, im alltag sich an der ureigenen kraft und originalität zu erfreuen. mit zwei freundinnen habe ich auf dem heimweg so sehr gelacht, wie ich das erstens nur mit frauen kann und zweitens schon so lange nicht mehr getan habe. pure medizin! so bin ich sehr glücklich wieder zu m* und seinen kindern zurückgekehrt, um den sonntagabend zu geniessen. 

 

mittwoch, 25. mai 05

weil wir am sonntag mal wieder frauengruppe haben, bin ich am suchen nach ideen, da ich die leitung des nachmittags übernommen habe. ich bin im neuen buch von luisa francia 

auf viele sehr heilsame und lustvolle frauenrituale gestossen... das eine oder andere inspiriert mich. ich freue mich darauf, mit den anderen zu experimerntieren... 

ein orakel-spiel will ich ganz gewiss machen, zum beispiel folgendes (weiter zum orakel-spiel: hier klicken!). 

ich merke zur zeit, wie wichtig und notwendig es für mich ist, mein beziehungsnetz zu pflegen und vor allem auch mit meinen freundinnen auszutauschen. eine paarbeziehung ist das eine, aber frauengespräche sind halt durch nichts zu ersetzen.

gestern zwischen einkaufen (schönes wetter!!!!!!! juhu!!!) und  wald-spaziergang bin ich durch den hiesigen friedhof gegangen. ein glückgefühl hat mich durchströmt, als ich schon beim eintreten eine ungemähte wilde schmetterlingsblumenwiese entdeckte. wie ein kleines mädchen habe ich die schönsten blumen, margriten hatte es sogar auch!!!, zu einem lockeren strauss gesammelt! habe so freude gehabt wie schon lange nicht mehr..... dieses gefühl von kindsein!!!!

 

donnerstag, 12. mai 05

muttertag vorüber... das muttertagswetter? wunderschön! m* hat sich nach meinen 'muttertagsspezifischen' gefühlen erkundigt, ahnend, wissend, dass dieser tag für mich ziemlich 'vorbelastet' ist. aber ich erlebte diesmal nichts, das mich - ausser der wahl der nachmittäglichen transportmittel (auto oder velo) - gross erschüttert hätte...  am nachmittag sattelten wir dann zu dritt, janus* hatte die idee geliefert, die blechpferde und 'ritten' der aare entlang zu m*s mutter. ein feines dessert in den satteltaschen mit dabei. das velofahren hat so gut getan, hat mich geerdet... die beine strampelten, die gedanken flossen ohne hängen zu bleiben, das wasser - und die autobahn ;-) - rauschte. und so, verbunden mit mutter erde, durfte ich 'mein mutter sein' einfach sein. auch wenn - und obwohl - mein kind ein engel ist.

 

donnerstag, 5. mai 05

gestern habe ich endlich den ton, den ich am 7. juli vor zwei jahren - fünf tage vor seinem tod - noch mit lars bearbeitet hatte, geformt. lars hatte damals den am vortag besuchten stausee mit seinen enten, fröschen und anderen tieren nachgebildet..., pflotschig, sinnlich, lebensfroh, geniesserisch - mit viel wasser auf dem küchentisch...

ich habe ein schneckenhaus modelliert. schneckenhäuschen liebte lars neben steinen, edelsteinen und muscheln über alles. sein geburigeschenk, das er ja damals nicht mehr hatte auspacken können, wäre ja eine schön dekorierte schatzkiste mit einem zwergli und vielen muscheln, schneckenhäuschen und steinen gewesen. 

als ich den ton in die hände nahm um ihn zu formen, war es mir, als sei ich erst gestern noch mit lars an diesem tisch gesessen und hätte mit ihm gepflotscht. als ich das häuschen formte, war er mir ganz nahe und als ich danach die sachen abwusch, erinnerte ich mich an das letzte bildli, das ich von lars geknipst hatte: wie er, schon ganz selbständig, am spültrog, die teller abwusch. 

das ergebnis gefällt mir. das schneckenhaus spricht von rückzug und geborgenheit. es soll nach dem brennen einen platz auf dem grab finden. es ist, als hätte ich etwas vollendet, das gewartet hat. dieser ton war mir heilig und erst vor kurzem wusste ich, was ich mit ihm anfangen wollte. vielleicht werde ich es rakubrennen? mal schauen...

 

mittwoch, 4. mai 05

ich gehe spazieren. kaum aus dem haus, begegne ich einer mutter mit ihrem kleinen sohn. er steht auf der mauer und lässt sich wieder und wieder in mamas arme fallen. vertraut ihren armen. er blickt mich eindringlich an und sieht aus wie lars mit zwei jahren. goldenes kraushaar, blaue augen. er blickt mich an. die tränen drängen nach oben, ich gehe weiter. 

später ein sms von sina*, m*s tochter: "... ha di gärn!" mein herz lacht. bin doch noch immer mutter. auch wenn sie nicht meine tochter ist. ich habe sie und janus*so gerne, m*s kinder! tränen kommen, während ich meine lieblingswege durch den wald gehe. muttertag naht. letztes jahr, noch alleine, war es ein sehr schmerzhafter tag. und dieses jahr? im kreis meiner 'neuen patchworkfamilie'?

muttertag

die leere
das alleine sein
bei mir zuhause
nach der fülle
nach der aktivität
nach dem zusammensein mit lieben menschen
wahrnehmen
was mich nährt
meine seele
mein herz
meine mitte
finden
berühren
ankommen
da sein
wo
ich bin
ist
immer
richtig
keine fragen
mehr
im wald
moos
gestreichelt

mutter erde
unter meinen füssen
du bist einfach
ich liebe dich
selber mutter
bin ich
- noch immer -
berührt
von dir
verbunden

 © by dm/Jana

 

dienstag, 3. mai 05

was tut mir gut? was dient mir als nahrung... seelennahrung...? tut mir die beziehung zu meinen freundinnen, zu meinen freunden und mitmenschen gut? tut mir die paarbeziehung zu m* gut? was ist 'gut tun'? wieso assozieren wir in unserer gesellschaft noch immer 'gut tun' mit 'verboten'? oder bin das nur ich, die diese latente angst hat, dass, wenn ich etwas geniesse, etwas das mir gut tut, zulasse, dann der hammer kommt?

als ich am sonntag bei wunderbarem sonnenschein mit m* an der aare sass, wo wir uns von einer kleinen velotour erholten, stellte ich fest, dass mir die fähigkeit zu geniessen zwar nicht ganz abhanden, aber doch ein bisschen fremd geworden ist. ein tribut meiner geschichte? denn als ich es mir, nach der trennung von claudio*, endlich schön mit lars eingerichtet und zurück in meine autonomie zu gehen gewagt hatte, kam der hammer, lars starb. klar, dass ich es verstandesmässig nicht so sehe. aber da sitzt ein kleiner schmerzhafter stachel in mir...

an der aare sitzend, versuchen wir meine angst vor dem abenteuer 'familienferien velotour' zu benennen. die angst, mich tagelang nicht zurückziehen zu können, die angst, dass mir der trubel, den eine solche tour mit zwei teenies und anderen erwachsenen mit sich bringt, zu viel sein könnte. die angst vor dem verlust meiner mitte, meiner selber, im tun und machen und organisieren und handeln..., im für andere dasein. das hatte ich doch alles schon?  immer wieder brauche ich den raum für mich. meine vier wände, ruhe, zeit mit mir... mein tagebuch... buchstaben, wörter, kreative formen des ausdrucks... 

und doch? könnte es nicht sein, dass es jetzt, da ich bewusster bin, anders sein wird? dass ich durch das wagen eines schrittes auf neuland neue gute erfahrungen mit mir und dem gemeinsamen zusammenleben unter 'erschwerten bedingungen' sammeln kann? 

 

sonntag, 24. april 05

als ich gestern in der stadt war, konnte ich der versuchung nicht widerstehen und kaufte das neue buch von paulo coelho.'der zahir'. 

die geschichte einer liebe? oder über unsere lebenssehnsucht? tja, es geht ja eigentlich bei allem unterwegs sein um die suche nach dem glück, dem paradies, der erfüllung, der erlösung, der glückseligkeit, der intensität auch. und letztlich um das finden der wahren liebe! ich glaube, dass wir alle alles in uns drin haben, quasi als samen angelegt. doch haben wir vergessen, wie wir es kultivieren könnten. haben regeln gefunden, wie wir das unfassbare kanalisieren sollen, haben die ehe erfunden, und tausend formen, um das unformbare in den griff zu bekommen. 

ein weiser junger mann in besagtem buch sagt auf s.143: „so ist die liebe verloren gegangen, als wir genaue regeln dafür festgelegt haben, wie sie sich zu zeigen hat...“ 

liebe, was bist du? 

was macht mich glücklich? einzig wahre liebe, die ich ahne, zu kennen glaube... doch wenn ich mich umschaue, mich und andere beobachte, sehe ich, dass wir uns mangels der wahren liebe mit ersatz abspeisen lassen... ob die verletzungen zu gross sind, so dass wir uns nicht auf das wagnis ‚liebe’ einlassen können? ich wünsche mir immer wieder den mut, über diesen schatten springen und mich von neuem dem leben öffnen zu können! auch gerade dann, wenn ich am boden liege.

 

sonntag, 24. april 05

neun sehr erfüllte tage liegen hinter mir. ich habe sehr viel natur, pur und sehr elementar, erlebt. neuschnee in der berghütte. nässe, kälte. doch dann auch wieder laue frühlingstage bei m*, regen mit melissa* im jura, dort auch die heilsame hitze der sauna... 

und immer wieder und überall, wo ich war: das zusammensein mit menschen, die ich liebhabe, die mich liebhaben. eigentlich das grösse geschenk, das sich menschen gegenseitig machen können. 

und jetzt, wieder zuhause, staune ich, wie müde ich bin und wie sehr ich mich einfach nur am da-sein erfreuen kann!

 

donnerstag, 15. april 05

heute morgen ist janus* wieder heimgefahren. m's* sohn (10 jährig) war zwei tage ganz alleine bei mir! schulferien! weil m* bereits wieder arbeiten musste, kam janus* zu mir. wir haben gebastelt, genäht, gefilzt, im wald geklettert und getobt, im tierpark den tieren zugeschaut und uns über das wunderschöne radschlagen des pfauen und die herzigen wildschweinferkel gefreut. gespielt und gelacht. ich habe es mindestens ebenso genossen wie er und mein kater lio!

erstaunlich, wie ich die liebe zu den kindern im allgemeinen nicht verloren habe, obwohl lars nicht mehr da ist. und auch erstaunlich, dass ich nicht im schmerz bin, sondern dem leben zugewandt, wenn ich mit kindern zusammen bin. ein heilungsgeschenk!

wieder eine woche 'unterwegs', die vor mir liegt. 'billigferien in der schweiz', zuerst mit m* in der alphütte im berner oberland, danach zwei tage jura mit melissa*... ich freue mich, dass ich nicht konsumieren und re-agieren muss, um mich lebendig zu fühlen, sondern agieren kann und meine zeit dadurch reich ist - und gegenwärtig!

 

montag, 11. april 05

mein leben ist fliessen. 

als ich gestern mit m* an der aare sass, dem wasser lauschte, die spiegelungen betrachtete, den wind auf der haut spürte, berührte mich einmal mehr das bewusstsein, dass wir alle aus der gleichen liebe und der gleichen quelle geboren sind. eine tiefe innere ruhe und gewissheit ist in mir, dass das leben es trotz allem schweren, das ich erlebt habe, gut mit mir meint. das leben? die quelle ist wieder zugänglich geworden, heilung passiert da, wo ich mich nicht gegen mein 'schicksal' wehre, wo ich bejahe, wo ich  weich werde, einfach bin... und genau da geht es um das vertrauen zum ursprung des lebens und zu mir und darum, dass ich die verantwortung für mich wahrnehme. so bin ich immer mehr im jetzt und auch immer mehr klar und bei mir.

 

dienstag, 5. april 05

endlich wieder zuhause... zwölf tage bin ich eingetaucht ins wir-gefühl einer familie. eine gute kostbare zeit. mit m* und seinen kindern haben wir ostern bei salomé* in frankreich verbracht. für mich ein platz, der viele erinnerungen in sich trägt. dort habe ich früher gelebt, dort habe ich mit claudio* und lars vor bald drei jahren ferien verbracht, dort habe ich in der ersten zeit nach lars' tod trost gesucht und gefunden... ein platz, wo ich jederzeit hingehen kann, wo immer offene herzen zu finden sind. dass sich m*, janus*(10) und sina*(16) da ebenso wohl fühlten wie ich, war für mich ein grosses geschenk! natur pur, ein marktbesuch, viele gute gespräche, sauna und natürlich ostereier färben und am sonntag die versteckten eier wieder finden (und geniessen!!!)... es war einfach soooo schön....

weil m*, im gegensatz zu den kindern (die noch eine woche in die schule gingen), (betriebs)ferien hatte, machten wir beide ferien auf balkonien. die verschönerung und bepflanzung der terrasse...

....sowie ein raku-brennnachmittag haben uns viele schöne stunden an der sonne beschert... 

für unsere junge beziehung war es eine gute erfahrung. das natürliche sein als familie und als paar ist für mich ein grosses geschenk. ich stelle fest, dass ich diesen satz wiederhole... tja, es ist so! mir gehts wirklich gut, selbst die schwere stirnhöhlenvereiterung hat sich aufgelöst! wie gut!

 

sonntag, 20. märz 05

frühlingsanfang! endlich die langersehnte wärme, die ich im wald und in der natur geniesse. zwar bin ich oft müde, aber doch auch voll tatendrang, ideen und kreativität. 

vor anderthalb jahren habe ich mit anderen eltern, deren kind(er) verstorben ist (sind), ein trauerumwandlungsseminar bei dr. jorgos canacakis besucht. (für infos hier klicken!). noch immer treffen sich einige von uns im halbjährlichen turnus zum austauschen und um unsere trauer kreativ auszudrücken. vierundzwanzig gemeinsam verbrachte stunden: ein timeout, ein zusammensein, das mich wirklich jedesmal sehr bereichert. 

mit ton haben wir unsere aktuellen gefühle in bezug auf das nicht-mehr-bei -uns-sein unserer kinder ausgedrückt, musik von jean-michel jarre hat uns dabei begleitet, und was dabei in meinen händen entstanden ist, berührt mich sehr.

mein (schmetterling-)engel lars, der das mutternest verlassen hat, aber noch immer da ist und in kontakt mit mir steht. losgelassen, frei! und doch nah und da!

 

dienstag, 8. märz 05

ich hatte neulich ein sehr trostvolles starkes erlebnis, das ich mit anderen menschen teilen will, die ein kind verloren haben:

ich beobachte in der arztpraxis eine mutter, die ihr kind warm anzieht, um die praxis wieder zu verlassen. ein impuls von sehnsucht, trauer und verlust macht sich in mir breit. dann der trostvolle gedanke: "ja, hier habe ich kein kind mehr, das ich warm einpacken kann, aber: ICH HABE EINEN ENGEL!" 

naja, ich 'habe' ihn ja nicht, will heissen: er gehört mir nicht. aber wir gehören zusammen, sind verbunden und ich stehe mit ihm in kontakt. dieses innere verbundensein ist es, das mich immer wieder so tröstet! und dankbar sein lässt.

 

dienstag, 1. märz 05

ein neuer monat löst bei mir immer wieder dieses gefühl von 'es geht weiter!' aus. weiter vorwärts: dem frühling entgegen. doch wenn ich draussen bin und über den schnee stapfe, wie heute mittag, als ich lars' grab besuchte, fühle ich mich noch mitten im winter. trotz der sonnenstrahlen! was für ein winter, der mich lehrt, einfach anzunehmen, was ist.

mein letzwöchiger besuch beim medium margrit strub in davos (siehe unter http://www.shima-davos.ch/mitarbeiter/margrit.html) hat bei mir ziemlich viele fragen beantwortet. in bezug auf lars habe ich einfach einmal mehr bestätigt bekommen, wie tief und uralt unsere beziehung schon ist. und dass er mich auf meinem eigenen heilungsweg als alte weise seele begleitet und mich vorbereitet und unterstützt, wenn ich dieses heilwerden mit anderen teile. auch in bezug auf claudio* sind wichtige antworten zu mir gekommen, doch am intensivsten waren wohl die antworten zu den themen berufung und beziehung. 

alles in allem eine reiche begegnung, die ich noch immer am verdauen bin. wie froh ich doch bin, dass ich weiss, dass alles leben miteinander verbunden ist, dass keine seele verloren geht und die verstorbenen nicht einfach weg sind, sondern einfach in einem anderen zustand, der nicht materiell ist. tja, ich sage: ICH WEISS! und irgendwie stimmt das. immer mehr... ein tiefes, ruhiges inneres wissen. wohl, weil ich es einfach erlebe? tagtäglich, selbst, wenn es mir schlecht geht und ich hadere... ein trost in allen zeiten des lebens!

 

montag, 21. februar 05

mir gehts wieder besser. letzte woche hatte ich eine rechte krise, ausgelöst durch meine alte beziehungsgeschichte. vor der schwitzhütte beschloss ich, nachher gut hinzuspüren, ob ich noch - spätabends und nur wenn das wetter nicht allzu schlecht sein würde - zu m* gehen möchte (es würde nur wenig zeit zu zweit sein, da er am so. arbeiten musste). mein 'ja' würde immerhin noch anderthalb stunden autofahrt bedeuten! 

die schwitzhütte war sehr intensiv, heilsam, und ich konnte altlasten erkennen und zur transformation loslassen, alte beziehungslasten eben! ich spürte, dass ich zu m* gehen wollte und ging dann auch, da auch das wetter mich mit mehrheitlich trockenen strassen überraschte. ich bin froh um diese entscheidung. auch weil ich damit mein vertrauen in mich, meine intuition und meine entscheidungen wieder aktiviert habe. denn darum geht es eben auch zur zeit: mir und meinem fühlen zu trauen.

am sonntag hatten wir dann frauentreffen in b.. es ist einfach immer so schön, mit frauen zusammen zu sein. zu tanzen, zu spielen, rituale zu machen, was auch immer... bin so dankbar für dieses liebevolle, übermütige und bestärkende netz! 

ich hatte das auto in einem mir unbekannten seitesträsschen parkiert und musste prompt eine ganze weile suchen! :-) als ich endlich auf die idee kam, die geistige welt darum zu bitten, mir bei der suche zu helfen, ging es keine fünf minuten mehr und ich stand vor meinem 'truckli'. so schön!

mir gutes für mich wünschen, weil ich mich liebhabe, ist für mich gleichbedeutend wie mir gutes für alle lebewesen wünschen! gesunder egoismus? :-) auf dass es allen wesen gut gehe..., denn wir alle sind mit allen verwandt!

 

mittwoch, 16. februar 05

diese sehnsucht nach heilung in mir! 

ich blicke aus dem fenster - aus dem fenster meines lebenshauses - und merke, wie weh leben immer noch tun kann. wie weh es mir manchmal tut, wenn ich feststelle, dass ich noch immer angst habe, mich dem leben anzuvertrauen. einfach zu leben. loszulassen. obwohl ich um die göttliche liebe und sorge weiss, obwohl ich so oft diese geborgenheit und sicherheit erlebe - eigentlich wie ein grundgefühl/-wissen - spüre ich doch auch die wunde. ambivalent: hier die sehnsucht nach heilung und da der innere widerstand dagegen, einfach heilung anzunehmen, liebe anzunehmen, das leben zuzulassen... 

wie ich mich auf die schwitzhütte freue! am samstag werde ich wieder mal eintauchen in den 'mutterleib' von mutter erde. in die dunkelheit und in die feuchte hitze der dampfenden steine, die die hitze des feuers teilen. nackte erde unter den füssen. zusammengekauert und geborgen, meine sinne öffnen für die heilung, die geschehen kann, wenn ich sie zulasse... sie willkommen heissen in meinem leben: IMMER WIEDER JA SAGEN!

nähere infos für interessierte: www.spiritofwilderness.ch

montag, 14. februar 05

wunder gibts noch immer! 

oder bedeutet ein wunder nur zur richtigen zeit am richtigen ort zu sein und sich das richtige wünschen? will heissen, in übereinstimmung mit dem göttlichen plan zu sein? spüren, was das kosmos vorhat? 

gestern, als ich vom skilager nach hause fuhr, begann es nach zehn minuten so stark zu schneien, dass ich kaum mehr aus der scheibe sah: die scheibenwischer schmieren, das kondenswasser verhindert die sicht, der untergrund ist rutschig, wie ich nach einem bremser kurz vor einer ausfahrt, die ich nicht nehme wollte, feststelle. ich gehe raus. fahre ins nächste dorf und warte vor der post. ich bitte die spirits darum, den schneefall zu stoppen. siehe da: es schneit immer weniger, bis es nur noch ganz fein tröpfelt. so kann ich weiterfahren und komme sicher nach hause. 

gestern morgen war ich auf dem friedhof. der föhnsturm war ziemlich heftig. die sturmwolken grau, das autofahren unangenehm. ich parkiere und spaziere durch den wald. fühle mich nach dem lager mit so vielen menschen, und eben auch vielen kindern, ziemlich müde. traurig. vermisse lars wieder so stark. als ich beim grab bin, reisst der himmel auf. die wolken entblössen die sonne, die winde legen sich ein wenig, ich sitze auf der bank vor dem grab. der sonnenbrunnen giesst sein licht über mich aus. wunderbar und tröstlich, obwohl die tränen fliessen. das grab ist seit langem mal wieder ohne schnee. schon heute ist es wohl wieder zugedeckt!

das skilager? intensiv! ich spüre allerdings auch, dass ich nicht mehr so sehr ein gruppenmensch bin wie früher. musste mich auch immer mal wieder rausnehmen. ein solo-ausflug auf die tschentenalp wirkte so heilsam. der lange abstieg in der wärmenden sonne: eine wohltat! doch ich habe auch das gemeinsame genossen: das skifahren auf der engstligenalp! die spielabende! die tagesabschlüsse vor dem cheminée-feuer in einer gemütlichen runde... feine menschen kennenzulernen...

 

donnerstag, 3. februar 05

winter. rückzug. einkehr. ruhe. 

oder aber: lagerleben, trubel, spielen, spass im schnee, skifahren.... 

wie es wohl wird, wenn ich nächste woche eintauche in eine welt, die mir ein wenig fremdgeworden ist: 'die welt der vielen menschen'? ich werde mit m* und seinem sohn (9 1/2) ein elternkind-skilager besuchen: eine woche skifahren, und mit über siebzig leuten ein lagerhaus teilen. sooo viele menschen. 

ja, ich geb's zu: der bevorstehende rhytmuswechsel macht mir ein bisschen angst, denn ich geniesse die zeiten bei mir zuhause, die ruhe, den rückzug, das persönliche gestalten meiner zeit > meinen rhytmus eben, der zeit und raum lässt für meine trauerarbeit, die noch immer (wenn auch weniger vordergründig) raum braucht. denn für mich bedeutet trauerarbeit ja auch, dass ich die alten trauerthemen meines lebens (die zum teil nur indirekt mit lars' tod zu tun haben) betrachte, altes verabschiede, nachdem ich es gewürdigt habe.

deshalb wird's eine tagebuch-schreibpause von knapp zwei wochen geben....

 

dienstag, 1. februar 05

manchmal staune ich noch immer - oder besser wieder neu! - wie ein kleines kind über die schönheit der natur... und ich finde es so schön, wieder so staunen, so wahrnehmen zu können. 

auf den skiern den berg herunter zu sausen, die kälte zu spüren, die klarheit, die in der luft liegt. den schnee unter den füssen knirschen zu hören, mit den kindern auf dem schlitten den hang herunter zu flitzen... in bewegung sein... ich erwache mehr und mehr aus meiner winterlethargie, die mich zwischenzeitlich befallen will, wollte... und gerade jetzt denke ich auch wieder so oft an lars, meinen kleinen schnee-eisbären... an unsere schneeleute, die wir gebaut haben, an unsere schlittelpartien, an unser lachen und toben und juchzen im weissen, kalten, nassen element... und weiss, dass er sich darüber freut, dass ich das 'kind in mir' loslassen kann. wieder. dem leben zugewandt. 

 

mittwoch, 26. januar 05

januarvollmond 05

viele freundInnen sagen mir, dass sie sich freuen, dass ich wieder einen partner habe. ich hätte das verdient. naja, können wir uns etwas verdienen? es ist schön, dass m* meine geschichte zulässt und versteht. und wenn halt die trauer kommt (meinte er neulich mal) dann habe das platz, ich dürfe ungeniert mit diesen gefühlen zu ihm kommen, auch schwach sein können, sei eine stärke, sagte er. schön. 

ich weiss auch, dass es lars gut geht und dass lars will, dass es mir gut geht. ob ich das 'verdient' habe, ob ich meine geschichte (das drama und alles weitere) 'verdient' habe? karmisch? bin da irgendwie innerlich nicht mehr so 'buchhalterisch' im fühlen. ich denke, die lebenskunst ist nicht, die klippen zu umschiffen und stress immer zu verdrängen, sondern viel eher einfach mit dem, was ich wähle oder auch was ohne meine bewusste wahl in meinem leben geschieht, anzunehmen und damit das bestmögliche zu machen. bin froh, dass m* auch so lebt. wirklich ein geschenk!

 

dienstag, 25. januar 05

der einstieg in meine neue ausbildung (siehe 19.1.) war sehr bewegend. beim üben miteinander/aneinander bin ich in einen neuen tiefen prozess von heilung eingetaucht. ich war entsprechend dünnhäutig und bin es noch immer. das fühlen und wahrnehmen meiner intuition, die in meiner beziehung zu claudio* brach zu liegen begonnen hatte, wird wieder mehr und mehr teil von mir. manchmal fast ein bisschen sehr intensiv, was aber an sich willkommen ist. 

ich fühle mich sehr lebendig. meine derzeitige dünnhäutigkeit hat sicher auch mit dem 'neuland partnerschaft' zu tun (neuland in bezug auf die tatsache, dass ich seit claudios* tod oft an meiner 'normalität' und liebesbeziehungsfähigkeit gezweifelt hatte und dieser neuanfang eben auch an altes anrührt). so merke ich, dass ich auf ganz normales liebevolles verhalten meines freundes manchmal überraschend reagiere. ich realisiere freudig und dankbar: hier kann ich sein, wie ich bin, muss mich nicht verbiegen. auch wenn ich mal schlapp bin. und auch wenn ich abstriche an meinem doch sehr individualistischen lebensstil vornehmen muss, zu gunsten von wieder mehr WIR-qualität. und dennoch will ich, 'muss' ich, darf ich, soll ich bei mir sein, bei mir bleiben, meinen roten faden aufwickeln.

 

mittwoch, 19. januar 05

ich freue mich auf die ausbildung in energetischer fusstherapie (eine andere form von fussreflexbehandlung, die mehr feinstofflich wirkt), die ich am freitag und samstag im berner oberland anfangen werde. zwar läuft meine massagepraxis noch nicht so recht (bin zuwenig umtriebig im werben und soweiter), aber ich freue mich, nun eine methode, die ich - nachdem lars gestorben ist - am eigenen leib als sehr heilsam und stabilisierend erlebt habe, zu lernen und auch anwenden zu dürfen. 

das leben macht manchmal seltsame kurven und so vieles verstehe ich nicht, was geschehen ist, aber ein grundgefühl von heilung und vertrauen ist in mir. mein heutiger engel grüsst!

 

dienstag, 11. januar 05

mein neues jahr fühlt sich sehr gut an, wie ein frisch gepflügtes land. das brach gelegen hat. und jetzt neues leben hervorbringt. und auch das herrliche wetter trägt dazu bei, dieses neuanfangsgefühl zu verstärken. 

heilung geschieht... auch in bezug auf meine traumatische beziehung mit claudio*, und zwar by doing :-)  - will heissen: ich fühle mich in meiner noch jungen neuen liebesbeziehung sehr geborgen und auch inspiriert... mich dem leben neu zuwendend... und vor allem spüre ich, wie sich lars freut, dass ich das leben wieder zu leben wage! 

 

sonntag, 3. januar 05

noch immer klingt in mir die heilenergie der letzten woche nach. das zusammensein mit lieben menschen in einer berghütte in der puren verschneiten natur... wanderungen, gemeinsame zeiten in der stube am schwedenofen, gute gesprächen am tisch, unzählige stundenlange 'dalmuti'- und 'mafia'-spielrunden... lachen... necken, übermut... aber auch rückzug... stille... das innere kind hat sich über dieses sein gefreut. dann tanzend ins neue jahr.... und schliesslich gestern eine wunderbare schwitzhütte am hallwylersee... meine seele fühlt sich geborgen und zuversichtlich, heilung geschieht auf vielerlei arten... ich nehme sie dankbar an und freue mich auf das neue jahr!

möge in diesem jahr uns allen der weg zu unserem herz immer mehr geöffnet werden!

 


© by dm/Jana

Kontakt unter: jana@elterntreffpunkt-girasol.ch

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